Essen, Pausen und Gesundheit – einfach erklärt

Warum Häufigkeit genauso wichtig ist wie Menge

Diese Website stellt eine Bildungsinitiative vor, die zeigt, warum nicht nur was wir essen wichtig ist, sondern auch wie oft. Im Mittelpunkt stehen einfache, alltagstaugliche Regeln zur Ernährungsfrequenz, die helfen können, Karies, Übergewicht und andere ernährungsbedingte Erkrankungen zu vermeiden. Es geht um Bildung, Verständlichkeit und Umsetzung im Alltag – nicht um Diäten oder Verbote.

KURZ ERKLÄRT – 5 FRAGEN

Worum geht es hier?

Um einfache Regeln, die zeigen, warum Essen, Trinken und Pausen für die Gesundheit wichtig sind.

Warum ist die Häufigkeit so entscheidend?

Weil häufiges Essen und Trinken Zähne und Körper stärker belastet als viele denken.

Was bedeutet die Fingerregel 5–7?

Maximal 5 bis 7 Mahlzeiten am Tag – inklusive süßer Getränke – mit echten Pausen dazwischen.

Ist Zucker verboten?

Nein. Süßes ist erlaubt – besser zu den Mahlzeiten als ständig zwischendurch.

Ist das eine Behandlung?

Nein. Es geht um Bildung und Orientierung, nicht um Diagnostik oder Therapie.

WARUM BRAUCHT ES DIESE INITIATIVE?

Im Saarland haben 57 % der Grundschulkinder behandelte oder unbehandelte Karies – ohne Röntgenaufnahmen. Diese Zahl zeigt, dass bestehende Vorsorge- und Ernährungsempfehlungen im Alltag nicht ausreichend wirksam sind.

Karies ist ein früher Hinweis. Sie macht ungünstige Ess- und Trinkgewohnheiten sichtbar – oft lange bevor sich Übergewicht oder andere ernährungsbedingte Erkrankungen zeigen.

DER ANSATZ: RHYTHMUS STATT VERZICHT

Im Alltag werden zwei Dinge häufig vermischt:

  • – wie viel gegessen oder getrunken wird (Menge)
  • – wie oft gegessen oder getrunken wird (Häufigkeit)

Beides ist wichtig – wirkt aber unterschiedlich. Übergewicht hängt stärker mit der Menge zusammen. Karies reagiert besonders empfindlich auf die Häufigkeit.

Die Fingerregel 5–7:

  • – 5 bis maximal 7 Mahlzeiten am Tag – inklusive süßer Getränke
  • – dazwischen echte Ernährungspausen von mindestens zwei Stunden
  • – zwischendurch nur zuckerfreie Getränke, zum Beispiel Wasser

PAUSEN UND FLUORID

Süßes macht Appetit, aber nicht satt. Sättigende Mahlzeiten helfen, Ernährungspausen einzuhalten. Jede Kleinigkeit zählt als Mahlzeit.

Pausen entlasten Zähne und Stoffwechsel gleichzeitig.

Regelmäßiges Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta schützt die Zähne. Mit Fluorid ist eine Ernährungsfrequenz von 5–7 Mahlzeiten gut verträglich. Ohne Fluorid ist der Spielraum deutlich geringer.

Ernährungsfrequenz und Fluorid wirken zusammen.

30 SEKUNDEN PRÄVENTION – FÜR GYNÄKOLOGIE, HEBAMMEN UND IMPFÄRZT:INNEN

Dieser kurze Präventionshinweis richtet sich an Fachpersonen, die Familien früh erreichen. Er ersetzt keine individuelle Beratung, sondern vermittelt zentrale, allgemein gültige Orientierungsregeln.

Nach jeder Nahrungsaufnahme und jedem süßen Getränk entsteht ein Säureangriff auf die Zähne. Ernährungspausen von mindestens zwei Stunden entlasten Zähne und Stoffwechsel.

Dauerhaftes Nuckeln an Flaschen oder Bechern mit süßen Getränken erhöht das Risiko für frühkindliche Karies erheblich. Süße Getränke sollten nicht zur Beruhigung oder als Dauergabe verwendet werden.

Orientierung bietet ein klarer Essrhythmus: etwa fünf geplante Mahlzeiten pro Tag, ergänzt durch höchstens zwei weitere Gelegenheiten. Dazwischen bevorzugt zuckerfreie Getränke, zum Beispiel Wasser.

Zahnpflege mit fluoridhaltiger Zahnpasta wird empfohlen, sobald der erste Zahn sichtbar ist.

ETHIK & LIZENZIERUNG

Ohne Loch ist eine gemeinwohlorientierte Bildungsinitiative.

Nutzung durch Einzelpersonen (frei, ohne Lizenzanfrage):

Die Nutzung der Inhalte durch Einzelpersonen ist frei und ausdrücklich erwünscht – insbesondere durch Lehrkräfte, Hebammen, Ärzt:innen, Zahnärzt:innen und interessierte Privatpersonen.

Eine Lizenz ist nur erforderlich bei institutioneller Nutzung (z. B. Programme, systematische Verbreitung, Anpassung, Branding). Die Lizenz betrifft ausschließlich die Nutzung der Inhalte und stellt keine medizinische Leistung, Diagnostik oder Therapie dar.